Mittwoch, 28. September 2016

[Rezension] "Seidenkrieger I - Die Schwerter von Dara" von Ken Liu

Erschienen bei Knaur  am 1.9.2016 | Übersetzt von Katharina Neumann
Hardcover | 736 Seiten | ISBN: 978-3-426-65399-9 | 19,99 € | Kaufen

"Seidenkrieger" | 1. Die Schwerter von Dara | 2. The Wall of Storms (engl. Ausgabe)  | 3. Titel noch nicht bekannt


Zwei Männer höchst unterschiedlicher Herkunft steigen gemeinsam zu Anführern einer Rebellion gegen den tyrannischen Kaiser auf. Sie sind sich näher als Brüder – und werden zu Todfeinden, als ein erbittertes Ringen um die Nachfolge des Herrschers beginnt.
(Quelle: Knaur)
Die ersten 100 Seiten beschreiben zunächst die Schicksale und Hintergründe der Protagonisten bis hin zur eigentlichen Handlung. Dabei sind die Kapitel jeweils einem Protagonisten gewidmet. Es tauchen dabei viele Namen, Orte und Wesen auf und ich musste auf den ersten Seiten recht aufmerksam lesen, um den Überblick zu behalten.

Zwar ist „Die Schwerter von Dara“ ein Fantasy-Buch, doch der größte Teil kommt ohne Fantasy-Elemente aus. Es werden dafür intensiv Kriegsführung, Rebellion und Diplomatie behandelt. Das mag für einige Leser etwas ernüchternd klingen, doch es ist sehr abwechslungsreich und abenteuerlich geschrieben. Die vorhandenen Fantasy-Elemente beschränken sich auf die Götter der Welt. Sie sind tatsächlich real und greifen in die Geschehnisse oder Handlungen der Menschen ein. Es scheint, als würde das noch eine größere Rolle in den folgenden Büchern spielen.

Die Welt, die lose an chinesische Legenden und an das asiatische Mittelalter angelehnt ist, ist ein bisher nicht oft anzutreffendes Setting in der Fantasyliteratur. Mir hat es viel Spaß gemacht, in diese Welt einzutauchen, und die vielen Facetten zu erkunden.

Zusätzliche Inhalte

Zwar sind im Text viele Beschreibungen der Inseln von Dara, ihren Städten und Umweltbedingungen enthalten, doch zwischendurch hätte ich mir eine Karte gewünscht, die ich kurz zu Rate ziehen könnte. Denn oftmals gibt es Wechsel der Schauplätze, da die Protagonisten über das gesamte Reich verteilt sind. Eine Karte hätte mir für ein schnelleres Zurechtfinden sehr geholfen.
Es gibt jedoch am Anfang des Buches ein Namensverzeichnis der wichtigsten Personen und der Götter. Dies ist besonders hilfreich, da die Namen zum Teil sehr ungewöhnlich sind und ich sie mir deshalb nicht so gut merken konnte. Zudem gibt es viele handelnde Gesichter, sodass die Liste half, den Überblick zu behalten.

Sprache

Der Schreibstil, bzw. die Art und Weise, wie ausführlich der Autor Ken Liu die Protagonisten dem Leser vorstellt, ist zunächst ungewöhnlich. Doch so bekommt man als Leser einen umfassenden Eindruck von der Welt und ihren Bewohnern. Das Buch lebt sehr von der Vielschichtigkeit seiner Charaktere.


Cover

Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht, da es schlicht und doch aussagekräftig ist. Der Löwenzahn hat zudem einen direkten Bezug zum Inhalt. Wie wichtig das Symbol des Löwenzahns ist, wird auch bei dem englischen Reihentitel klar: „The Dandelion Dynasty“ (Die Löwenzahn-Dynastie). Der deutsche Reihentitel zeigt diesen Bezug nicht, deshalb finde ich es sehr gut, dass er sich auf dem Cover wiederfindet. 
„Die Schwerter von Dara“ ist zwar erst der Auftakt einer Reihe und doch erzählt es bereits eine lange und epische Geschichte. Obwohl es erst der erste Band ist, ist die Geschichte zunächst abgeschlossen. Zwar ist am Ende klar, dass es wohl weitergehen wird, doch die Grundhandlung ist in diesem Buch beendet. Mir ist das meist sehr wichtig, da ich die Freiheit haben möchte selbst zu entscheiden, ob ich eine Reihe weiter verfolgen möchte oder nicht. Ken Liu hat dies wunderbar umsetzten können: Die Grundhandlung ist abgeschlossen aber es wurden auch bereits Pfade für eine Fortsetzung gelegt.

Das Buch ist mit seinen 736 Seiten ziemlich lang und doch kam bei mir keine Langeweile auf. Besonders die Protagonisten haben das Buch Lebendigkeit und Vielseitigkeit verliehen und ich war sehr interessiert zu erfahren, wie es ihnen im Laufe der Geschichte ergehen würde.

Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, jedoch mit der zusätzlichen Empfehlung, dass man mit dem High-Fantasy-Genre vertraut sein sollte und auch vor längeren Geschichten, mit vielen Protagonisten und Orten, die große Zeiträume umfassen, nicht zurückschrecken. Für Fantasyleser sollte „Die Schwerter von Dara“ aber ein ‚Muss‘ sein. 
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Freitag, 23. September 2016

[Unterwegs] Bloggertreffen mit Julie Kagawa


Vor einiger Zeit habe ich von Elvina aus dem "Heyne fliegt"-Verlag eine Einladung zu einem ganz besonderem Treffen bekommen: Eine Walking-Tour durch Hamburg zusammen mit der Bestsellerautorin Julie Kagawa! 

Über die Autorin 


Die US-amerikanische Autorin ist vor allem für ihr Debüt, die "Plötzlich Fee"-Reihe bekannt. Aber auch ihre anderen Reihen "Unsterblich" und "Plötzlich Prinz" sind erfolgreich von den Fans angenommen worden. Aktuell erscheinen die Bücher ihrer neuesten Reihe "Talon", in der es um das Drachenmädchen Ember geht, das sich in einen Menschen verwandeln kann. Seit dem 11. Januar 2016 ist das zweite Buch der Reihe auf Deutsch erhältlich, das dritte Buch erscheint demnächst am 31. Oktober.


Unterwegs mit Julie Kagawa


Los ging es mit unserer kleinen Stadttour um 17.30 Uhr an den Landungsbrücken in Hamburg. Mit dabei waren 10 Hamburger Blogger (Liste am Ende des Beitrags), sowie Elvina von Heyne fliegt und die Lektorin Julia Bauer. Zunächst guckten wir uns ein wenig den Hafen an und erfuhren mehr über seine Geschichte. Weiter ging es dann über den  Fischmarkt bis in den interessanten und vielseitigen Stadtteil Altona, der hinter jede Ecke ein neues Gesicht zeigt. Die Tour endete dann auf der berühmt-berüchtigten Reeperbahn. 

Doch das eigentliche Highlight der Tour war natürlich Julie Kagawa! Während wir umher gingen hatten wir reichlich Zeit uns mit der sympatischen und sehr freundlichen Autorin zu unterhalten. 


Einige Fragen und Antworten


Im Laufe der Tour wurden einige Fragen gestellt und ich versuche diese hier sinngemäß zusammen mit den Antworten wiederzugeben. Achtung, dies sind keine Zitate, sondern eine Rekonstruktion der Gespräche! 




Woher hattest du die Idee für "Talon", über einen Drachen zu schreiben, der sich in einen Menschen verwandeln kann? 
Tatsächlich begleitet mich die Idee seit meiner Highschool-Zeit, in der ich auch anfing Geschichten zu schreiben. Seit dem hat sie mich nicht mehr losgelassen. 
(Julie schreibt nicht nur toll, sie macht auch kleine Drachenskulpturen! Auf ihrer Facebookseite könnt ihr einige Beispiele davon sehen.)

Arbeitest du momentan an einem Buch oder machst du auch ab und zu mal eine Schreibpause? 
Ich schreibe ständig! Momentan schreibe ich an "Talon 5". Eine Pause kommt für mich gar nicht wirklich in Frage. Maximal eine Woche Auszeit nehme ich mir, nachdem ich ein Buch beendet habe. 

Wieso denn nur so wenig? Sprudeln die Ideen nur so aus dir raus?
Eigentlich ist es weniger das, als dass ich ständig eine Deadline einhalten muss. Aber es macht mir auch sehr viel Spaß! 

Hast du einen Ordner mit Ideen für neue Geschichten oder ist die Ideenfindung für dich eine spontane Sache? 
Die Ideen für neue Geschichten kommen mir ständig! Ich habe tatsächlich einen ganzen Ordner voll solcher Ideen zu Hause stehen. Oft passiert es, dass ich an dem Ende eines Buches sitze und meine Deadline einhalten muss, da erscheint plötzlich eine Idee und verlangt meine Aufmerksamkeit. In solchen Fällen schreibe ich dann entweder einen groben Ablauf der Geschichte oder Beschreibungen von Charakteren und Orten. 

Ist es dir schon einmal passiert, dass du jemanden getroffen hast und bei der Vorstellung gedacht hast: "Das ist ein toller Name, den muss ich in meinem Buch verwenden"? 
*lacht* Nein, das ist mir noch nie passiert. Ich wähle meine Namen aber auch meist mit einer Bedeutung aus. Sie müssen zu dem Charakter und der Rolle des Protagonisten passen. Zum Beispiel Ember [aus "Talon"].
Meine Inspiration für Charaktere sind aber oftmals Filme, Bücher und Videospiele. 

Und welches ist dein liebstes Videospiel? 
*lacht* Oh man, das ist eine lange Liste! Um einige zu nennen: Assassin's Creed, Borderlands, Dragon Age, Final Fantasy. Bei Letzterem warte ich sehnsüchtig auf den neuen Teil! Ach, ich könnte den ganzen Abend über "geeky stuff" reden. 

Apropos "geeky stuff": Star Wars oder Star Trek? 
Auf jeden Fall Star Wars! 

Was hältst du von dem neuesten Star Wars [vom letzten Jahr]? 
Den mochte ich ziemlich gerne. Die ersten drei Teile existieren ja gar nicht *lacht* Ich bin kein Fan davon. Aber die Alten mag ich sehr, sehr gerne. Und der Neue hat mich auch überzeugen können. Endlich einmal gab es eine starke Frau als Protagonistin! 

Welches ist dein Lieblingscharakter aus Star Wars?
Die Ewoks! Und um ehrlich zu sein: Ich war damals total verliebt in Luke! Aber nicht dieser weinerliche aus dem ersten Teil, sondern der Erwachsenere. Und Darth Vader! Er hat mich schon damals fasziniert. Zudem stirbt er ja einen Heldentod, was ich absolut cool finde! 

Worüber wirst du nach "Talon" schreiben? Hast du da schon eine konkrete Idee?
Ja, die habe ich! Allerdings verrate ich sie natürlich nicht. Aber ich kann sagen: Es wird etwas ganz anderes sein. Manga-Liebhaber werden die Geschichte höchstwahrscheinlich mögen. Es bleibt aber auf jeden Fall im Genre Young Adult [Jugendbuch]. 

Könntest du dir vorstellen auch einmal in einem anderen Genre zu schreiben? 
Ich habe mit der Idee schon einmal gespielt. Tatsächlich wäre Sci-Fi wohl für mich am passendsten. Es gibt eine Kurzgeschichte von mir, welche in dem Genre angesiedelt ist. Sie ist im Prinzip die Vorgeschichte zu "Unsterblich". Allerdings sind die Protagonisten älter, was mir beim Schreiben einfach nicht so viel Spaß gemacht hat. Ich denke, ich werde auch in Zukunft bei 15- bis 17-Jährigen Protagonisten bleiben. 

Fazit


Es war ein ziemlich besonderer Nachmittag und Abend und wir hatten alle eine Menge Spaß! Julie hat trotz ihrer langen Anreise munter mitgemacht und rege das Gespräch mit uns gesucht.
Vielen, vielen Dank an Elvina und den Verlag für diese wundervolle und wohl einzigartige Möglichkeit die Bestsellerautorin Julie Kagawa hautnah zu erleben.


Mit dabei waren:
Tina von Mein Buch, meine Welt
Anna von Anna Salvatores Bücherreich
Bianca von Prowling Books
Anna von Fuchsias Weltenecho
Janine und Sebastian von Büchersüchtiges Herz³
Julia von Bücherherz
Isabell von Girl behind the Books
Eva von dresses and places

Donnerstag, 15. September 2016

[Rezension] "Darwin City" von Jason M. Hough

Erschienen bei Knaur TB am 01.09.2016 | Übersetzt von Simone Heller
Taschenbuch | 608 Seiten | ISBN: 978-3-426-51934-9 | 9,99 € | Kaufen

"Die Letzten der Erde" | 1. Darwin City 2. bisher nur auf Englisch 3. bisher nur auf Englisch

Die Erde 200 Jahre in der Zukunft: Eine Seuche hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht. Schutz vor dem Virus bietet lediglich die Umgebung des Weltraumaufzugs, den geheimnisvolle Aliens in Darwin, Australien, errichtet haben und die nie selbst in Erscheinung getreten sind. Der Aufzug verbindet die Erde mit den seuchenfreien Habitaten im Orbit.

Skyler Luiken, einer der wenigen Immunen, der sich mit Plünderungen in den zerstörten Städten durchschlägt, kann bei einem seiner Aufträge in Tokio Dateien sicherstellen, die Hinweise auf die Rückkehr der Erbauer des Aufzugs enthalten – doch bedeutet dies für die Menschheit die Rettung oder den Untergang?
(Teilweise dem Klappentext entnommen)

Der US-amerikanische Autor Jason Hough bringt in „Darwin City“ viel diskutierte Themen der Sci-Fi-, bzw. Zukunftsliteratur zusammen: Eine Seuche, die den größten Teil der Menschheit vernichtet und Außerirdische. Zudem fügt er noch das aktuelle Thema „Weltraumlift“ hinzu und hat direkt eine explosive Mischung von Themen, die in dieser Kombination viel Potential für Action und Spannung bieten. Dem wird der Autor auch gerecht, lässt aber die Verschwörungen und Mysterien einen wichtigen Teil des Buches einnehmen. Das Miträtseln und Kombinieren hat mir viel Spaß gemacht. Die Geschichte „begleitet“ verschiedene Protagonisten und Jason Hough nutzt geschickte Perspektivenwechsel, um zusätzliche Spannung zu erzeugen.

Auf der Rückseite des Buches zieht ein Satz sofort die Aufmerksamkeit auf sich: „Das Ende der Menschheit ist erst der Anfang“. Leider trifft das nicht nur auf das Setting, sondern auch auf „Darwin City“ im Allgemeinen zu. Es ist der erste Teil einer Trilogie und konzentriert sich somit hauptsächlich auf die Vorstellung der Protagonisten, Schauplätze und die Einleitung der Konflikte. Mit 605 Seiten ist „Darwin City“ zudem nicht gerade kurz und auch der Grund, weshalb ich im Nachhinein etwas frustriert war. So viele Seiten, so viel Lesezeit, aber die eigentliche Geschichte fängt gerade erst an! Während des Lesens ist mir die Länge des Buches aber nicht wirklich aufgefallen, da die Handlung dennoch voller Action ist und mich ständig animiert hat, weiterzulesen. Dazu trägt der Schreibstil des Autors einen wesentlichen Teil bei: Die Sätze sind selten lang und ausschweifend, dafür aber bildhaft und zielgerichtet. Wie ein Film liefen die Bilder in meinem Kopf ab, die Jason Hough mit seiner Geschichte erzeugt. Man sollte sich also von der Dicke des Buches sollte nicht abschrecken lassen.

Es ist kein Einzelband!

Leider hat der Verlag nicht darauf geachtet, in irgendeiner Art auf oder im Buch darauf hinzuweisen, dass es sich bei „Darwin City“ um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Der Untertitel „Die Letzten der Erde“ soll der Reihentitel sein, was mir aber erst nach kurzer Recherche im Internet klar wurde. Ein Hinweis wäre auf jeden Fall von Vorteil gewesen, um mögliche Enttäuschungen von Lesern zu vermeiden, die erst am Ende des Buches merken, dass die Geschichte dort eigentlich erst anfängt.


Physische Merkmale des Buches

Normalerweise achte ich nicht so stark auf die physischen Merkmale eines Buches, es geht ja schließlich um den Inhalt. Doch bei diesem Buch möchte ich anmerken, dass es sehr angenehm in der Hand liegt. Die Seiten sind recht weich und biegsam, was bei dieser Dicke des Buches sehr zum Lesekomfort beiträgt. 
Alles in allem kann ich „Darwin City“ weiterempfehlen. Die vielen verschiedenen Themen, die Jason Hough verknüpft, bieten eine aufregende Ausgangslage und somit viel Potential für Action und Spannung.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Länge des Buches und der fehlende Hinweis darauf, dass es sich um eine Trilogie handelt. Doch wie ich schon gesagt habe: Die Länge habe ich beim Lesen nicht wirklich wahrgenommen. Das Buch endet natürlich mit einem Cliffhanger, der förmlich nach „mehr davon“ schreit. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es weitergehen wird. 
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Sonntag, 11. September 2016

[Rezension] "Kalypto - Der Wächter des schlafenden Berges" von Tom Jacuba


Erschienen bei Bastei Lübbe am 23.11.2015 | Broschur | 704 Seiten 
ISBN: 978-3-7645-3106-5 | 12,00 € | Kaufen

"KALYPTO" | 
1. Die Herren der Wälder (Rezension) | 2. Die Magierin der tausend Inseln (Rezension) | 3. Der Wächter des schlafenden Berges

Gabrylon, der Wächter des Schlafes, ist verzweifelt. Seit Tausenden Sonnenwenden wacht er im Inneren eines Vulkans über den magischen Schlaf seiner Brüder und Schwestern – der Magier von Kalypto. Doch nach und nach sterben sie, und Gabrylon kann es nicht verhindern. Nur wenn das eine Dienstvolk gefunden ist, würdig das Zweite Reich von Kalypto zu errichten, darf er die Magier wecken. Nun aber bahnt sich etwas Ungeheuerliches an, von dem Gabrylon nichts ahnt: Ein einfacher Sterblicher, ein Mann aus dem Volk der Waldstämme, macht sich auf den Weg zum Vulkan, um es mit den Magiern aufzunehmen …
(Quelle: Bastei Lübbe)
► Diese Rezension enthält KEINE Spoiler zu den vorherigen Teilen◄

Im nun dritten und letzten Teil der „Kalypto“-Trilogie geht es um die große Konfrontation. Die Grenzen werden gesetzt, Verbündete gefunden, Feinde bekämpft. Nach den ersten beiden, sehr spannenden und aufregenden Büchern, hatte ich natürlich hohe Erwartungen an „Der Wächter des schlafenden Berges“. Diese konnten aber leider nur teilweise erfüllt werden.

Obwohl dies der kürzeste der drei Bände ist, kam er mir stellenweise zu lang vor. Von den anderen Büchern war ich es gewohnt, dass eine rasante Szene auf die nächste folgte und es kaum Zeit für „Verschnaufpausen“ gab. Dieses Buch hingegen ist etwas bedächtiger, ruhiger und das, obwohl die Konfrontationen natürlich um einiges dramatischer sind. Leider hatte ich manchmal das Gefühl, dass der Autor an den falschen Stellen den Wind aus den Segeln genommen hat. Es gab nämlich Kämpfe, die zu abrupt endeten und im nächsten Abschnitt war auf einmal bereits viel Zeit vergangen. Da hätte ich mir noch mehr Action, noch mehr Aufregung für die Kämpfe gewünscht.

Mir hat aber ganz besonders gut gefallen, dass Tom Jacuba alle offenen Fragen in diesem Buch beantwortet und somit den Kreis schließt. Nachdem ich das zweite Buch „Die Magierin der tausend Inseln“ gelesen habe, hatte ich mir eine Liste geschrieben mit allen Fragen, die in meinem Kopf herumschwirrten. Und nachdem ich das dritte Buch zugeklappt habe, war keine unbeantwortet.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist das Setting, in das es die Helden (und Anti-Helden) verschlägt. Nach den ersten zwei Büchern dachte ich, ich wüsste vieles über die Welt von „Kalypto“, doch der Autor konnte mich total überraschen und zwischenzeitlich hatte ich sogar das Gefühl, in einer völlig anderen Welt zu sein. Auch die Menschen, Wesen und Kreaturen, die dieses Buch bevölkern, sind alles andere als langweilig und bringen eine große Vielfalt in die bereits sehr diverse Masse an Protagonisten. 
Meine wohl größten Kritikpunkte an dem Buch sind auf der einen Seite die abrupten Szenenwechsel und auf der anderen Seite die manchmal etwas zu langen, handlungsarmen Passagen. Ich möchte aber betonen, dass ich bei dieser starken Kritik nur den Bezug zu den Vorgängern herstelle. Denn ohne Frage ist „Der Wächter des schlafenden Berges“ ein weiteres, lesenswertes und außergewöhnliches Buch. Nur im Vergleich zu den anderen Teilen dieser Trilogie schneidet es etwas schlechter ab.

Für alle, die bereits die ersten beiden Bände gelesen haben, ist dieses Buch natürlich ein Muss. Es wurden alle offenen Fragen beantwortet, was mir persönlich sehr wichtig war. Und auch für Kenner der Welt von „Kalypto“ bietet dieses Buch viele neue Orte, Menschen und Action.

Von mir gibt es somit eine ganz klare Leseempfehlung!

Ich bedanke mich bei Tom Jacuba und beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Donnerstag, 8. September 2016

[Buchverfilmung] NERVE



Filmstart: 8. September 2016

Hauptdarsteller: Emma Roberts und Dave Franco

Regie: Henry Joost & Ariel Schulman

Drehbuch: Jessica Sharzer

Lauflänge: 96 Minuten

FSK: 12 beantragt





Der Film basiert auf dem Jugendthriller von Jeanne Ryan, der bereits 2013 beim cbt unter dem Titel „Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ erschienen. Seit dem 15. August 2016 ist die Filmausgabe (ebenfalls bei cbt) erhältlich.

Das Buch zum Film habe ich bisher noch nicht gelesen und somit waren die Beschreibung und der Trailer meine einzige Informationsquelle. Diese haben mir aber sehr gut gefallen und ich war sehr gespannt auf den Film.

Der Verlag hat mir die Möglichkeit gegeben, den Film vorab zu gucken, wofür ich sehr dankbar bin! Mein Freund und stiller Mitblogger auf TinyHedgehog, durfte ebenfalls mitkommen und erzählt euch in dieser Rezension ebenfalls, wie ihm der Film gefallen hat.

Worum geht’s?


Bist du Watcher oder Player?

Auf Vees (Emma Roberts) Highschool gibt es so gut wie kein anderes Gesprächsthema mehr als die immer riskanter werdenden Challenges, die das illegale Online-Game "NERVE" seinen Spielern stellt. Um ebenso wie ihre Freundin Sydney einmal im Mittelpunkt zu stehen, meldet sich die eher schüchterne Vee kurzentschlossen selbst bei "NERVE" an. Angetrieben vom Kick des Verbotenem bricht Vee mit ihrem ebenso attraktiven wie mysteriösen Game-Partner Ian (Dave Franco) schnell alle Tabus: keine Challenge ist ihnen zu riskant. Über Nacht werden Vee und Ian die Sensation des immer gefährlicher werdenden Spiels! Doch als Vee herausfindet, dass ihre gesamten Social-Media-Accounts gehackt wurden, und versucht, aus dem Spiel auszusteigen, muss sie feststellen, dass es dafür längst zu spät ist...
(Quelle: studiocanal)



Unsere Meinung zu NERVE


TinyHedgehog sagt:

Mir hat der Film ausgesprochen gut gefallen! NERVE ist aufregend, spannend und actiongeladen.

Zunächst fängt es wie ein harmloses Spiel an: Die Protagonisten müssen kleine mehr oder weniger gewagte „Challenges“ erfüllen. Viele Jugendliche werden ähnliche Spielchen aus ihrem eigenen Umfeld kennen. Doch schnell entwickelt sich im Film das recht harmlose Spiel zu einem Wettkampf mit weitreichenden Folgen, bei denen nicht nur eine Person sich in Lebensgefahr begibt.

Die Handlung war nicht übermäßig komplex, was ich es aber auch von einem Jugendbuch, bzw. seiner Verfilmung schon erwartet habe. Trotzdem baut sich eine durchgängige Spannung auf und ich habe mich selbst oftmals ertappt, wie ich bei den Challenges die Luft angehalten habe vor Spannung oder vor Erleichterung gelächelt habe, wenn etwas gut gegangen ist.
Der Film hat aber nicht nur eine spannende, nervenaufreibende Handlung, er hat auch einen wahnsinnig coolen Look! Die Themen Soziale Netzwerke, Technik und Medien haben im Film einen hohen Stellenwert und wurden ansprechend und modern in Szene gesetzt. Als Zuschauer hat man das Gefühl direkt dabei zu sein und alles live mitverfolgen zu können. Oftmals gab es auch Kamerafahrten, die scheinbar mit dem Handy aufgenommen wurden, sodass noch mehr Nähe zu den Protagonisten und somit auch der Handlung hergestellt wurde.

Doch der Film ist nicht nur actionreich, optisch cool und authentisch, sondern regt auch zum Nachdenken an. Gerade die scheinbare Anonymität im Netz und die Bereitwilligkeit der Jugendlichen alles auf Sozialen Netzwerken zu teilen ist ein wichtiger Kritikpunkt dieses Films. Es ist wichtig zu wissen, was für eine Macht und wie viel Verantwortung man hat, wenn man sich im Internet bewegt. Der Film unterstützt diese Botschaft durch den Film hinweg sehr gut.

NERVE ist somit nicht nur was für’s Auge, sondern auch für’s Hirn!


TinyFox sagt:

Da ich bei TinyHedgehog hauptsächlich für die Technik, Webdesign und Korrektur verantwortlich bin, möchte ich mich an dieser Stelle besonders doll bedanken, dass ich als Teil des Teams trotzdem mit zur Pressevorstellung von NERVE eingeladen wurde und euch meine Meinung natürlich nicht vorenthalten:

Die wohl größten Stärken von Nerve sind sowohl Optik als auch Authentizität. Schon zu Beginn verfolgt man realistisch gestaltete Interaktionen zwischen der Protagonistin Vee und ihrem Computer. Dabei taucht man als Zuschauer direkt in das Betriebssystem ein. Die Filmmacher setzen dabei auf Klischees, die der ein oder andere bei der Bedienung seiner technischen Geräte kennt und somit zusätzlicher Realitätsbezug aufgebaut wird. Diese mit Liebe zum Detail und optisch grandios umgesetzte Darstellung von Betriebssystemen auf Computer, Smartphone und Co zieht sich durch den kompletten Film und unterstützt damit durchgehend sowohl Atmosphäre als auch Handlung. Beispielsweise wird auf einer Panoramaaufnahme der Stadt New York, die nebenbei, wie ich finde, ein perfektes Setting abgibt, zwischenzeitig der Standort und die Benutzernamen der Protagonisten eingeblendet, wodurch sogar noch ein visueller Bezug zwischen der digitalen und der echten Welt hergestellt wird. Die tolle Optik zeigt sich außerdem in coolen Kameraeinstellungen, die zum Beispiel direkt aus dem Smartphone heraus gefilmt wurden. Dabei wirkt der Film nicht eine Sekunde visuell anstrengend oder Ähnliches, vermittelt aber eine schöne Dynamik.

Diese Dynamik findet sich leider weniger in der Handlung, die zu meiner Enttäuschung relativ simpel gehalten ist. Das größte Potenzial verschenkt der Film jedoch beim Ende: Die Story endet relativ abrupt und etwas zu banal. Sie arbeitet dadurch leider zu sehr gegen den ansonsten solide gestalteten Spannungsbogen an. Es ist aber weniger diese Banalität, die mich stört, sondern vielmehr das Verhältnis von vielversprechender Optik zu simpel gehaltener Story, wodurch der Film dem Zuschauer mehr verspricht als er eigentlich hält. So ging es zumindest mir. Fairerweise muss man sich vor Augen halten, dass es sich hier um ein Jugendbuch/Film handelt, für den die Komplexität der Handlung mehr als ausreicht. Der Spannungsbogen ist trotzdem stimmig und man ist als Zuschauer nie großartig gelangweilt, denn auch außerhalb der Computer und Smartphones hat der Film visuell und atmosphärisch eine Menge zu bieten: Es sind nämlich nicht nur Dinge, wie Optik, das schon angesprochene Setting, oder die authentische Darstellung der Charaktere (z.B. das „trashig“ getunte Auto des einen Protagonisten), sondern letztendlich die Liebe zum Detail, die sich überall im Film wiederfindet (Abspann!) und vor allem die Thematik, die mich letztendlich überzeugt hat. Der Film behandelt realistische, ernstzunehmende Probleme, die die digitale Welt mit sich bringt und regt zum Nachdenken an. Somit bietet der Film auch ohne komplexe Handlung eine Menge Tiefe und überzeugt auf ganzer Linie durch sein Gesamtpaket.




Wie ihr nun sehen könnt, hat uns beiden der Film viel Spaß gemacht!
Mich freut auch, dass TinyFox (mein Freund) nun auch ein aktiver und für euch sichtbarer Teil des Blogs geworden ist. Im Oktober werden wir beide "Die Insel der besonderen Kinder" im Kino sehen und für euch wieder eine Rezension schreiben.
Was haltet ihr davon, "Doppel-Rezensionen" zu veröffentlichen? Oder möchtet ihr in Zukunft lieber zwei getrennte Postings dafür?

Und die wichtigste Frage: Werdet ihr euch NERVE im Kino ansehen?
Und falls ihr den Film bereits gesehen habt, würden wir beide uns sehr freuen, wenn ihr eure Meinung dazu in den Kommentaren dalasst!


Mittwoch, 7. September 2016

[Rezension] "Perfekt ist jetzt" von Tim Tharp


Erschienen bei dtv am 22.07.2016 | Übersetzt von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Taschenbuch | 368 Seiten | ISBN: 978-3-423-71689-5 | 9,95 € | Kaufen

Wo Sutter auftaucht, herrscht super Stimmung. Er ist beliebt bei Jungs und Mädchen, macht aus allem das Beste, lebt voll und ganz im Hier und Jetzt.

Bisher ist er damit ganz gut gefahren. Auch mit dem Whiskey, mit dem er regelmäßig seine Limo verdünnt – beziehungsweise umgekehrt. Bis er eines Morgens in einem fremden Vorgarten aufwacht – ohne Auto, ohne Erinnerung, dafür mit einem Mädchen, das sich über ihn beugt. Das Mädchen ist so ganz anders als alle Freundinnen, die Sutter je hatte: unscheinbar, Typ Streberin. Sie braucht dringend Hilfe, findet Sutter – und übernimmt den Job mal schnell selbst …
(Quelle: dtv)
In „Perfekt ist jetzt“ begleitet der Leser den Protagonisten Sutter, der alle andere als ein gutes Vorbild ist: Er feiert wild, betrinkt sich und nimmt die Schule nicht ernst. Doch sein wichtigstes Motto ist: Alles soll spektakulär sein, nicht ein Moment soll mit Langeweile vergeudet werden. Man merkt recht schnell, dass Sutter kein typischer Draufgänger ist, sondern ein tiefsinniger Mensch, der durch die Grenzenlosigkeit sein Ziel aus den Augen verloren hat. Er möchte jeden Moment auskosten, da er sieht, wie trüb und trist das Leben der Anderen ist. Er möchte die Welt verändern, schafft es aber nicht einmal bei sich selbst. Sutter durchlebt im Laufe des Buches so einige emotionale Höhen und Tiefen, die den Leser anregen, darüber nachzudenken und in sich selbst zu gehen. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und mit den Erwartungen, die diese in ihre Kinder setzt. Das Buch ist wie ein kurzer Einblick ist das Leben eines Jugendlichen, der zwar auf den ersten Blick ungewöhnlich, vielleicht aber eher ein Abbild der heutigen Generation ist.

„Perfekt ist jetzt“ oder „The Spectacular Now“, wie das Buch im Original heißt, ist emotional und nachdenklich. Ich kann es sehr weiterempfehlen, ganz besonders, weil es keine klischeebehaftete Teenie-Romanze ist, sondern das Leben insgesamt beschreibt. Ich habe Rezensionen zu diesem Buch gelesen, in denen von einem enttäuschenden Ende geredet wurde. Dem kann ist gar nicht zustimmen – Das Ende ist perfekt, hat aber seine Ecken und Kanten. Es wird nicht jedem gefallen, doch es passt zum Buch und der Botschaft, die sich zwischen den Zeilen verbirgt.

Cover

Meine Ausgabe ist die Filmausgabe und dementsprechend sind die Hauptdarsteller auf dem Cover abgebildet. Obwohl ich meistens kein großer Freund von Filmausgaben bin, gefällt mir diese sehr gut. Durch die Schrift und den Balken sieht es mehr wie ein Buch und weniger wie ein Filmplakat aus. Da ich grundsätzlich keine Gesichter auf Covern mag, hätte man auch das obere Bild weglassen können und nur das Untere über die gesamte Seite nutzen können. Auch der Werbeaufkleber, der leider aufgedruckt ist, hätte dezenter ausfallen können oder tatsächlich aufgeklebt, sodass man ihn selbst entfernen könnte.
Es ist schwer, dieses Buch in Worte zu fassen, da es zwar sehr viele Themen behandelt, aber trotzdem nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben eines Teenagers zeigt.

Solltet ihr euch unsicher sein, ob euch das Buch gefallen könnte, dann möchte ich euch den Film sehr nahelegen. Ich habe den Film auch zuerst gesehen und anschließend das Buch gelesen. Die Stimmung des Buches wird im Film gut in Szene gesetzt und die Schauspieler haben sehr gute Arbeit geleistet. Miles Teller als Sutter und Shailene Woodley als Aimee haben den Protagonisten Leben eingehaucht und passen sehr gut zu den Beschreibungen, die im Buch sind. Tatsächlich ist Aimee im Film noch ein kleines Bisschen diverser und lebendiger.

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Dienstag, 6. September 2016

[Ausblick] September 2016


Nun ist der September schon eine Woche alt und ich komme endlich dazu, meinen Ausblick auf den September hier zu veröffentlichen.

Mich haben Ende August ganz tolle, neue Bücher erreicht, die ich natürlich so schnell wie möglich lesen will. Danke dafür an den Droemer Knaur Verlag!

Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, habe ich mir einiges an Büchern vorgenommen und bisher läuft es auch ziemlich gut. "Kalypto - Der Wächter des schlafenden Berges"  von Tom Jacuba (*Info*) werde ich wohl heute noch beenden.

Als nächstes stehen bei mir die Bücher aus dem Knaur Verlag auf dem Plan: "Die Schwerter von Dara" von Ken Liu (*Info*), "Irrlichtfeuer" von Julia Lange (*Info*) und "Darwin City - Die Letzten der Erde" von Jason M. Hough (*Info*). Ich habe mich aber noch nicht entschieden, welches von ihnen ich als nächstes lesen werde.

Auf "A wie B und C" von Alexandra Kleemann (*Info*) bin ich ziemlich gespannt, da die Meinungen dazu recht unterschiedlich sind, viele aber überzeugt sind, dass das Buch ein wichtiges Thema gut umsetzt. Außerdem möchte ich an meiner Regenbogen-Challenge auch mal wieder selbst teilnehmen, nachdem ich die letzten Monate doch recht oft ausgesetzt habe.

Ich habe mir außerdem noch "Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs (*Info*) vorgenommen. Das Buch könnt ihr  auf dem Foto aber nicht sehen, da ich es noch gar nicht habe. Bevor allerdings der Film am 6. Oktober anläuft, möchte ich noch unbedingt das Buch lesen.

Habt ihr euch auch eine Leseliste für den September erstellt oder lest ihr spontan? 

Donnerstag, 1. September 2016

[Monatsrückblick] Ein ruhiger August


Im August bin ich leider wieder nicht sehr viel zum Lesen gekommen. Grund dafür war, dass ich viel Zeit mit meinem Freund verbracht habe und wir die Semesterferien genießen. Außerdem hat mich Mitte August eine ziemlich starke Erkältung erwischt und ich kam gar nicht mehr zum Lesen. Mittlerweile bin ich aber wieder gesund und kann hoffentlich in einen starken September starten. 

Gelesen habe ich folgende Bücher: 

★★★★★ "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel
Postapokalyse | philosophisch-poetisch | 416 Seiten | Piper | Rezension

★★★"Das Glück ist nicht immer gerecht" von Anne-Laure Bondoux
Jugendbuch | Erwachsenwerden | 240 Seiten | dtv | Rezension

 "Perfekt ist jetzt" von Tim Tharp
Jugendbuch | Liebesgeschichte | 368 Seiten | dtv Rezension folgt

 "Dewotchka s Semli" von Kir Bulytschow
Jugend-Sci-Fi | Russisch | 539 Seiten | Russische Version | Deutsche Version | Rezension folgt eventuell

Insgesamt habe ich also 1.563 Seiten gelesen, was etwa 50 Seiten am Tag entspricht. Damit bin ich recht zufrieden. Vor allem bin ich aber zufrieden mit meinem Lesemonat, weil mir alle Bücher sehr gut gefallen haben. Einen richtigen Flop gab es zum Glück nicht!
"Das Licht der letzten Tage" hat mir von allen Büchern am besten gefallen. Das Buch habe ich spontan gelesen und es war ein absoluter Glücksgriff! Da ich es als eBook gelesen habe, überlege ich jetzt sogar, ob ich mir das Buch noch einmal "in echt" nachkaufe, um es in's Regal zu stellen. Es ist ein Buch, das ich unbedingt in meiner Sammlung haben muss! Wenn ihr wissen wollt, warum ich so begeistert bin, empfehle ich euch mal bei meiner Rezension vorbeizuschauen.

Tipp

Das letzte Buch des Monats "Dewotchka s Semli" ist ein Science-Fiction-Roman des russischen Schriftstellers Kir Bulytschow. Er hat zu Sowjet-Zeiten diese Jugendbücher geschrieben und war damit sehr erfolgreich. Das Lesen dieses Buches hat für mich einen nostalgischen Wert - Meine Mutter hat mir die Geschichten des Mädchens Alisa, das auf der Erde der Zukunft lebt, früher oft vorgelesen. "Dewotchka s Semli" ist ein Sammelband, der mehrere Geschichten vereint. Der Titel heißt "Das Mädchen von der Erde" und wurde in der DDR unter diesem Titel auf Deutsch veröffentlicht. Auch die anderen Werke des Autors sind so ins Deutsche übertragen worden. Solltet ihr die Möglichkeit haben, an eines dieser Jugendbücher zu kommen, greift unbedingt zu! Die Geschichten sind spannend, außergewöhnlich, lustig und unglaublich farbenfroh. Die Kreativität des Autors ist einfach faszinierend, denn er hat die unterschiedlichsten Außerirdischen, Planeten und Tiere entworfen, die gerade für jüngere Leser sehr ansprechend sind.

Fazit

Alles in allem war es ein schöner Lesemonat, auch wenn ich gehofft hatte, mehr zu lesen. Doch wenn das Leben dazwischenkommt, ist es eben so. Im September muss und möchte ich aber mehr schaffen. Mich haben nämlich ganz tolle Bücher erreicht, die alle darauf warten gelesen und rezensiert zu werden. Meine Leseliste werde ich in den kommenden Tagen noch einmal separat posten.

Und wie immer möchte ich gerne von euch wissen, welches Buch im August begeistern konnte! 

{Top 10 Thursday} Liebste Wälzer


Der "Top Ten Thursday" wird jede Woche von Steffis Buecherbloggeria veranstaltet.

Letzte Woche habe ich wegen der Aufgabe ausgesetzt, da ich einfach kaum Thriller lese und deshalb auch gar keine 10 unblutige Thriller auflisten konnte.

10 liebste Wälzer ab 500 Seiten


Also hier tue ich mich tatsächlich schwer, da ich zwar dicke Bücher lese, aber so viele "liebste Wälzer" eigentlich gar nicht habe. Ich bin deshalb mal in meinen Bücherregalen stöbern gegangen um zu gucken, ob meine liebsten Bücher, mehr als 500 Seiten haben. Das Ergebnis seht ihr nun:


 

Wie ihr sehen könnt, habe ich keine 10 Bücher gefunden, sondern nur sieben. Da dies alles Reihenteile sind (bis auf Käpt'n Blaubär), hätte ich auch die anderen Teile ergänzen können, um auf 10 Bücher zu kommen, aber das wäre ja geschummelt. ;) 
Man kann auch unschwer erkennen, dass die Auswahl meiner Bücher sehr fantasylastig ist. Dies spricht einerseits dafür, dass ich viel Fantasy lese, aber eben auch dafür, dass Fantasy als Genre einfach dicke Wälzer hervorbringt. 

Alle aufgeführten Bücher kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen, da sie mir alle sehr gut gefallen haben und zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Falls ihr an einem oder mehreren der Bücher interessiert seid, klickt auf das Cover und ihr könnt mehr darüber erfahren. Zu "Die Begabte", "Red Rising - Im Haus der Feinde" und "Kalypto - Die Herren der Wälder" habe ich Rezensionen geschrieben, bei den restlichen werdet ihr zur Buchseite des entsprechenden Verlages weitergeleitet, von wo ich auch die Coverabbildungen habe. 

Ich bin gespannt, ob eure Auswahl der liebsten Wälzer auch so viel Fantasy-Bücher beinhaltet und welche Bücher bei euch auf der Liste stehen! Lasst mir also gerne einen Link in den Kommentaren da, falls ihr auch an der Aktion teilnehmt. Oder schreibt mir einfach so, welche dicken Bücher ihr besonders gerne mögt!